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Sehr geehrte Leser,
auf diesen Seiten möchte ich Ihnen ein wenig über mein Leben erzählen, damit Sie sich ein BILD machen können, wer ich bin.
Meine Kindheit
Ein echtes Münchner Kindl bin ich nicht - ich bin am 12. Februar 1959 in Heidenheim an der Brenz geboren - eine Schwäbin also! Das merken Sie aber an meiner Aussprache nicht! Mein Vater ist zwar ein echter Schwabe, meine Mutter aber sudetendeutsch. Und ich, ich hatte eigentlich nur amerikanische Schulen besucht! Wieso, fragen Sie jetzt vielleicht...
Im Alter von 6 Jahren sind meine Eltern mit mir nach Nord Amerika ausgewandert. Zunächst verbrachten wir ein Jahr an der Westküste, in Vancouver, B. C., dann zwei Jahre in Reading, PA und schließlich weitere 2,5 Jahre in Poughkeepsie, N.Y. Es war eine sehr schöne, typisch amerikanische Kindheit.
Meine Schulzeit
1971 kehrten wir dann wieder nach Deutschland zurück. In der Zwischenzeit hatte ich sage und schreibe in Canada und USA mehr als 8 Schulen besucht - bedingt durch den Umzug von einem Land ins andere und auch vor Ort!
Da ich durch die ausschließlich amerikanischen Schulen fast kein deutsch konnte und wir in der Familie "deutsch-amerikanisch" gesprochen hatten, hatte ich ein echtes "Problem". Denn ich konnte einem deutschsprachigen Schulunterricht kaum folgen. Das katholische Gymnasium Seligenthal in Landshut hatte Mitleid mit meiner Lage und stufte mich so ein, als hätte ich kein Sprachproblem. Die Priorin Sr. M. Lioba Hemmerle OCist. drückte alle Augen zu. Noch heute bin ich allen Schwestern, Lehrern und Erziehern von Seligenthal sehr dankbar, denn ohne sie hätte ich nie den richtigen Start "fürs Leben" erhalten. Ein besonderer Dank gebührt aber einer ganz großen Frau: Dank der unermüdlichen langjährigen Nachhilfe in der deutschen Sprache durch meine Religions- und Lateinlehrerin, der Äbtissin M. Assumpta Schenkl O.Cist., konnte ich schließlich meine Fähigkeiten entfalten und schließlich 1978 mein Abitur mit der Note 1,7 ablegen. Sie half mir stets mit ihrer Liebenswürdigkeit und Klugheit und ohne Ausnahme in allen Lebenslagen - und ohne sie hätte ich niemals das erreichen können, was ich heute bin. - Leider verstarb Äbtissin M. Assumpta Schenkl am 24. April 2009 völlig unerwartet; sie wird mir für immer fehlen: http://www.naumburger-tageblatt.de/ntb/ContentServer?pagename=ntb/page&atype=ksArtikel&aid=1237373692768&openMenu=1013083806110&calledPageId=1013083806110&listid=1038003861757
Ich habe also auch einen "Migrationshintergrund", einen doppelten: in USA ein Ausländer und daheim der deutschen Sprache nicht mächtig...
Wir fühlten uns als "Amerikaner" weil wir, wie andere Einwanderer aus Europa und Asien auch, stolz waren, in Amerika zu leben. Während J. F. Kennedy in Berlin den berühmten Satz sprach: "Ich bin ein Berliner", empfingen wir in USA eine große Gastfreundschaft und einfach die Chance zu zeigen, was unsere Familie bereit ist zu geben!!!
- Evelyne Menges (13 J.): immer schon ein Tierfreund; hier mit AMSEL Cäsar




